Wohlbehalten vom Waldbrand-Einsatz im Nationalpark zurück


von Tageblatt-Redaktion

Wohlbehalten vom Waldbrand-Einsatz im Nationalpark zurück
Kameraden der Feuerwehren Schleife, Rohne und Mulkwitz halfen im Kampf gegen die Waldbrände im Nationalpark Sächsische Schweiz. Foto: Feuerwehr Schleife

Schleife. Aufatmen bei der Schleifer Gemeindewehrleitung. Am Montagabend kehrten auch alle Kameraden einer weiteren Schicht wohlbehalten vom Einsatz im Nationalpark Sächsische Schweiz zurück. Seit vergangener Woche Donnerstag stehen dort Feuerwehrleute aus Schleife, Rohne und Mulkwitz – wie zuvor Kameraden aus Bad Muskau, Sagar und Krauschwitz-West – im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände ihren Mann. Die ersten von ihnen waren über 30 Stunden dort. Mittlerweile habe sich ein Rhythmus von 24-Stunden-Schichten eingepegelt.

Die Kreisverwaltung hatte die Kameraden aus den drei Ortswehren der Gemeinde Schleife als Teil des 1. Löschzuges Retten angefordert. Beteiligt waren auch drei Feuerwehrmänner aus Weißwasser mit ihrem Löschfahrzeug. Zunächst gingen sie an der Feuerwache in Bad Schandau in Bereitstellung, übernahmen dort die Grundabsicherung für die Bürger der Stadt. Ein Ausrücken sei jedoch nicht erforderlich gewesen, hieß es. Am Freitagmorgen wurden sie Richtung Sebnitz beordert, wo seit jenem Tag – wie seit vorigem Dienstag in Bad Schandau – ebenfalls Katastrophenalarm ausgerufen ist. Gebraucht wurden sie in mehreren Brandabschnitten, teilweise sogar hinter der tschechischen Grenze.

Von 8 bis 17 Uhr kämpften die Männer unentwegt gegen die Flammen, gegen Glutnester und andere Hinterlassenschaften der Feuer – bei den ohnehin herrschenden Temperaturen der neuerlichen Hitzewelle alles andere als ein Spaziergang. Für Pausen gebe es keine Vorgaben, das richte sich nach der Verfassung der Kameraden, sagt der Schleifer Ortswehrleiter. Am Montag war er selber mit im Einsatz. Das schwierige, weil gebirgige Gelände sei nicht vergleichbar mit dem Flachland in den heimischen Dörfern. „In der Nacht kann man nichts machen, weil das Gelände nicht begehbar ist. Felsbrocken und halb abgebrannte Bäume sind viel zu gefährlich“, schildert Mario Klar. Hubschrauber würden im Akkord fliegen, berichtet er von seinen Eindrücken. Ein gewisser Erfolg sei mittlerweile zu spüren.

Entwarnung bedeute das aber noch lange nicht, weiß der erfahrene Feuerwehrmann. Besonders beeindruckt hat Mario Klar die Dankbarkeit der Menschen vor Ort. So habe ein tschechischer Gastronom einen großen Karton mit Essen gebracht, Bürger aus Sebnitz seien mit Kuchen und Nudelsalat vorbeigekommen. „Das ist der helle Wahnsinn“, sagt er. Für Verpflegung sei an sich gesorgt. Denn wenn die nicht stimme, gehe schnell die Luft aus. Die Gaben der Bürger seien ein Ausdruck des Dankes – und zugleich eine große Motivation.

„Wenn kein größerer Regen kommt, wird es wohl noch Wochen dauern“, vermutet Klar. Gegenwärtig sei der 2. Löschzug aus dem südlichen Kreisgebiet im Einsatz, dennoch halten sich die Männer aus dem Kreisnorden für alle Fälle bereit.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Es werden nur jene Kommentare veröffentlicht, die unter Angabe des vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse (für Rückfragen) abgegeben wurden.

Bitte rechnen Sie 8 plus 7.