Weißwassers Stadtchef sendet SOS


von Tageblatt-Redaktion

Weißwassers Stadtchef sendet SOS
Archivbild: André Schulze

Weißwasser. Beta-Konferenz heißt die dreitägige Veranstaltung in der Telux, bei der Strukturwandel und Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft in Weißwasser und der Region das Hauptthema sind. Teilnehmen an der Konferenz werden kommenden Mittwoch bei einer öffentlichen Diskussionsrunde auch die Staatssekretäre der Wirtschaftsministerien von Sachsen und Brandenburg.

Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch wird die Konferenz zu mehr als Smalltalk nutzen. Denn die Energiekrise in Deutschland hat längst auch regionale Unternehmen mit hohem Energiebedarf in die wirtschaftliche und finanzielle Bredouille gebracht. Ein Beispiel, sagt Pötzsch, sei die Glasproduktion. Nachdem an Neuansiedlungen in Weißwasser interessierte Firmen bereits ihre Vorhaben „auf Eis“ gelegt hätten, gehe es beim letzten produzierenden Standort in der Stadt inzwischen ums Überleben aufgrund der hohen Stromkosten. „Für mich hat die Unterstützung von Stölzle Lausitz daher sehr höchste Priorität, weshalb ich dies ansprechen werde. Ohne Hilfe geht dort bald der Ofen aus“, so Pötzsch.

Zudem wird er erneut auf für Wirtschaft und Arbeitsplätze immens wichtige Projekte hinweisen. „Für die Erweiterung unseres Industriegebietes um 56 Hektar muss es endlich eine Lösung geben. Wir brauchen den Platz für die Erweiterung vorhandener Firmen und die Ansiedlung neuer und haben fast wöchentlich neue Anfragen, können sie aber nicht bedienen, weil der Platz fehlt“, begründet der Stadtchef.

Ein weiteres Thema sei, im Zuge des Erhalts, der Erweiterung und Neuansiedlung von Unternehmen in und um Weißwasser die dringend benötigte Fachkräfteausbildung vor Ort. Dies betreffe, so Pötzsch, insbesondere bestimmte Berufe und Berufsgruppen wie Laboranten. „Wenn die Jugend zur Ausbildung in Großstädte muss, kommt sie, trotz heimischer Arbeitsplatzangebote, meist nicht zurück. Wir brauchen Ausbildung vor Ort!“

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