Weißwasser prüft Alkoholverbot


von Tageblatt-Redaktion

Weißwasser prüft Alkoholverbot
Sie ist eines der Wahrzeichen von Weißwasser – die Stele des Neuen Glasmacherbrunnens am Boulevard. Doch der Springbrunnen wurde zunehmend zum Treffpunkt für Menschen mit Alkoholproblemen. Kein Aushängeschild für die Stadt. Foto: Gernot Menzel

Weißwasser. Wie die in diesem Sommer eröffnete, neu gestaltete Anlage der Wasserspiele an der Bautzener Straße war auch der Springbrunnen am Boulevard ursprünglich als kleine Oase gedacht, wo vor allem ältere Menschen in der warmen Jahreszeit das schöne Wetter genießen können. Doch dem ist längst nicht mehr so. Es haben sich Menschen dort niedergelassen, die aus einem normalen Leben abgestürzt sind, zumeist ein Alkoholproblem haben und dem Alkohol auch am Brunnen reichlich zugetan sind. Sie lassen ihrer Sucht freien Lauf, verrichten in aller Öffentlichkeit ihre Notdurft, beleidigen Passanten. Bierflaschen, zerbrochene Schnapsflaschen und anderer Müll bleiben achtlos liegen. Bisweilen hängt der Geruch von Urin und Erbrochenem in der Luft. All das schreckt andere Bürger ab, an dem Brunnen zu verweilen.

Stadtrat Robert Seidel (Klartext) schlägt ein Alkoholverbot vor.  Wiederholt hatte die Stadt in den vergangenen Jahren versucht, ein Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen durchzusetzen. Wie in der Ratssitzung zu vernehmen war, sei auch vor vier Jahren der Anlauf dazu gescheitert. Seinerzeit mit der Begründung, dass es keine Handhabe gebe, weil dort zu wenig Straftaten passieren. Oberbürgermeister Torsten Pötzsch will noch einmal prüfen lassen, ob der Stadt tatsächlich die Hände gebunden sind. (cok)

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