Weißkeißel ist gänzlich schuldenfrei


von Tageblatt-Redaktion

Weißkeißel ist gänzlich schuldenfrei

Weißkeißel. Ganz ohne Kredite geht es nicht, wenn man investieren will. Da die Tilgungen regelmäßig liefen, hatte die Gemeinde Weißkeißel Ende vorigen Jahres nur noch Kredite in Höhe von etwa 62.000 Euro. Da in diesem Monat deren Zinsbindung auslief, stand für Kämmerin Svantje Schneider-Trunsch die Frage: Neufinanzierung oder Abzahlung?

Im Oktober stellte sie daher dem Gemeinderat ihren Vorschlag vor und erläuterte den entsprechenden Beschlussvorschlag. „Wir als Kämmerei haben bereits im Mai einige Kreditinstitute im Rahmen von Finanzierungsabfragen nach ihren aktuellen Zinskonditionen angefragt. Damals lagen sie schon höher als die Altzinsen, wie sie Weißkeißel für seine Kredite hatte“, so die Weißwasseraner Kämmerin, die innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft auch für die Kommune zuständig ist.

So hätten im Mai die Zinsen bei etwa 2,3 bis 2,5 gelegen. Inzwischen seien es fast vier Prozent. Angesichts der Tatsache, dass die Kommune 1,8 Prozent Zinssatz hatte, über zehn Jahre allein 15.600 Euro Zinsen zahlte, schlug Schneider-Trunsch den Gemeinderäten vor, den Restkreditbetrag für Darlehen abzulösen. Finanziert werden könne dies aus höheren Schlüsselzuweisungen des Jahres 2022 für die Gemeinde sowie dem Geldbestand der Kommune.

„Das hat die Folge, dass Weißkeißel weiterhin nicht nur jährlich rund 6.000 Euro für Zinszahlungen spart, sondern sogar schuldenfrei wird, was eine vollständige Kreditablösung einfach wirtschaftlich sinnvoll macht“, unterstrich die Kämmerin ihre Empfehlung. Der stimmten die Räte ebenso zu wie dem gesetzlich möglichen Verzicht auf Bestandteile bei der Aufstellung der Jahresabschlüsse bis zum Haushaltsjahr 2020.

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