Wölfe löschen eine Alpaka-Herde aus


von Tageblatt-Redaktion

Wölfe löschen eine Alpaka-Herde aus
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Weißkeißel. Als ein Hobbyzüchter im Ortsteil Haide am Dienstagmorgen seine eingezäunte Alpakaherde aufsuchte, fand er ein Blutbad vor. Alle Tiere waren gerissen und tot. Die Nachricht über seinen Schock und das Ereignis breitete sich wie ein Lauffeuer im Ort aus. „Wir haben jetzt Angst, dass die Wölfe unsere zwei Alpakas oder andere Tiere ebenfalls reißen. Und es muss es ja ein Wolfsrudel gewesen sein“, erzählt eine TAGEBLATT-Leserin und Einwohnerin des Ortes aufgeregt am Redaktionstelefon. Auch im Nachbarort Krauschwitz sind Alpaka-Besitzer nun besorgt. Es ist das erste Mal, dass in der Region ein Wolfsangriff auf diese Tiere bekannt wurde.

Dass Wölfe für das Massaker verantwortlich sind, bestätigt Falk Hofer, Sprecher des sächsischen Umweltministeriums, auf Redaktionsanfrage. Der Riss sei der Fachstelle Wolf gemeldet worden, die noch am selben Tag einen Rissgutachter vor Ort beurteilen und dokumentieren ließ. „Anhand der vorgefundenen Rissmerkmale wie gezielten Kehlbissen konnte der Wolf mit hinreichender Sicherheit bestätigt werden“, so Hofer. Zudem deute die gefressene Fleischmenge darauf hin, dass mehrere Tiere am Übergriff beteiligt waren.

Für den Alpaka-Züchter aus Weißkeißel gibt es zumindest einen Hoffnungsschimmer. Da für Alpakas keine Mindestschutzkriterien vorgeschrieben sind und der Wolf für die Tötung der Herde bestätigt wurde, besteht die Möglichkeit eines Schadensausgleichs – wenn er einen Antrag stellt. (sab)

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