Wärme-Studie soll im Sommer vorliegen


von Tageblatt-Redaktion

Wärme-Studie soll im Sommer vorliegen

Weißwasser. Biomasse, Solarthermie, Erdwärme, Gewässerthermie oder Abwärme aus Industrie- und Gewerbeanlagen sind mögliche Quellen, wenn es um die künftige Wärmeversorgung für Hoyerswerda, Spremberg und Weißwasser geht.
So teilen es die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH) mit, die im vorigen Jahr gemeinsam mit den Städtischen Werken Spremberg (SWS) und den Stadtwerken Weißwasser (SWW) eine vom Bund geförderte Transformationsstudie in Auftrag gegeben haben. Es geht um den Ersatz der Fernwärme aus den Leag-Kraftwerken in Schwarze Pumpe beziehungsweise Boxberg – für insgesamt 85.000 Menschen.

Damit beauftragt, Potenziale zu analysieren und Lösungen zu erarbeiten, sind die Cottbuser Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie, das Leipziger Energie- und Umweltbüro Tilia sowie das Karlsruher Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien.

In der Studie sollen die Erschließung und Einbindung erneuerbarer Quellen, der Einsatz geeigneter Technologien zur Wärmeerzeugung und -speicherung sowie die Anpassung der Wärmenetze an den zukünftigen Wärmebedarf dargelegt werden.

Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit, Nachhaltigkeit und Wertschöpfung für Menschen, Städte und kommunale Unternehmen haben dabei laut VBH oberste Priorität. Besonderes Augenmerk liege auf den regionalen Rahmenbedingungen und Bedürfnissen. Deshalb würden die drei Energieversorger sowie das Projektteam durch einen Beirat unterstützt, der sich aus rund 20 Mitgliedern aus Politik, Gesellschaft und Unternehmen der drei beteiligten Kommunen zusammensetzt.

Werte zum Bedarf liegen vor

Dieser Tage kam das Konsortium der Interessengemeinschaft Wärmeversorgung Lausitz den VBH-Angaben zufolge zusammen, um Zwischenergebnisse der Studie zu diskutieren. Dabei sei deutlich geworden, dass nicht nur politische und ökonomische Faktoren, wie beispielsweise gesetzliche Vorgaben im Zusammenhang mit dem Bemühen, die Erhitzung der Erdatmosphäre zu dämpfen, oder die Entwicklung der Energiepreise eine Rolle spielten.

Auch soziale Einflüsse wie die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur, Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben der Wohnungswirtschaft sowie Ansiedlungs- oder Expansionspläne von Unternehmen seien wichtig. Als Ergebnis der bisherigen Arbeiten liege mittlerweile unter anderem eine detaillierte Analyse des Ist-Zustands der drei Fernwärmenetze und der darüber versorgten Gebiete vor. Dabei seien der aktuelle Wärmebedarf in Hoyerswerda, Spremberg und Weißwasser ermittelt sowie Prognosen für die künftige Entwicklung aufgestellt worden.

Diese Analysen bildeten die Grundlage für Entscheidungen, vor denen die Versorger stehen. Das Ziel laute: Klimaneutralität im Jahr 2045. Damit orientiere man sich nicht nur an den Plänen des Bundes, sondern man wolle auch im Zusammenhang mit dem sogenannten Strukturwandel ein sichtbares Zeichen in Richtung Klimaschutz setzen.
Dafür würden aber lokale Energieressourcen benötigt. Deshalb habe das Projektteam erneuerbare Wärmequellen im regionalen Umfeld identifiziert und deren möglichen Beitrag für die Wärmeversorgung ermittelt. Weiter heißt es, im Mai solle das letzte Treffen des Beirates stattfinden. Die Endergebnisse der Studie sollten schließlich wie geplant im Sommer vorliegen. (red/MiK)

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