Tagung gegen Antisemitismus im Telux


von Tageblatt-Redaktion

Tagung gegen Antisemitismus im Telux
Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte im August 2021 die ersten zwei Stolpersteine in Weißwasser, zur Erinnerung an einstige jüdische Mitbürgerinnen. Worte des Gedenkens sprach OB Torsten Pötzsch. Foto: Constanze Knappe

Weißwasser. Dass sich die Anzahl der antisemitischen Vorfälle in Deutschland seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 vervielfacht hat, lässt sich an den bundesweiten Kriminalitätsstatistiken nachvollziehen. Sachsen und Brandenburg seien dabei keine Ausnahmen. Es gibt auch in diesen beiden Bundesländern Vorfälle an Schulen, die dann immer wieder in den Fokus geraten. Dies darf laut Fachnetzwerk gegen Antisemitismus in Sachsen nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade in ländlichen Regionen wie der Lausitz schon vor dem 7. Oktober 2023 ein Defizit an Präventions- und Bildungsarbeit gegen Antisemitismus bestand – und dass dieser an Landesgrenzen keinen Halt macht.

Das Fachnetzwerk gegen Antisemitismus in Sachsen lädt nun zu einer Tagung gegen Antisemitismus in Sachsen am 27. März (9.30 bis 16 Uhr) nach Weißwasser ins Soziokulturelle Zentrum Telux ein und bedankt sich für die Einladung durch Oberbürgermeister Torsten Pötzsch, dem es ein persönliches Anliegen sei, die bedeutende jüdische Geschichte seiner Gemeinde sichtbarer zu machen. Ziel der Tagung sei es, Akteure aus der Zivilgesellschaft, die sich gegen Antisemitismus und für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens in Vergangenheit und Gegenwart engagieren, sowohl untereinander als auch mit Vertretern aus der Politik und weiteren Interessierten zu vernetzen. (pm)
Anmeldung bis zum 24. März. an Email: fachnetzwerk@ariowitschhaus.de

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