Wer vertritt den Oberbürgermeister?


von Tageblatt-Redaktion

Wer vertritt den Oberbürgermeister?
Archivbild: André Schulze

Weißwasser. Ein überaus ungewohntes Bild offenbarte sich am Montag in der Sitzung des Haupt- und Sozialausschusses (HSA) des Stadtrates Weißwasser. Denn diese wurde von Ronald Krause geleitet. Der SPD-Stadtrat kommentierte das scherzhaft mit den Worten: „Ich trainiere schon mal.“ Die sachliche Erklärung folgte aber sodann gleich auf dem Fuße. Sowohl Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) wie auch seine beiden Stellvertreter waren wegen Urlaub oder Krankheit entschuldigt.

Im Verhinderungsfalle von Weißwassers Stadtchef springt dessen 1. Stellvertreter Hans-Eckhard Rudoba (Linke) ein. Sollte auch dieser verhindert sein, käme als 2. Stellvertreterin Kathrin Jung (SPD) ins Spiel. Das war am Dienstag im Bau- und Wirtschaftsausschuss (BWA) der Fall, als die SPD-Stadträtin für ihren erkrankten Ratskollegen Rudoba das Ruder übernahm. Den beiden Vertretern aus den Reihen des Stadtrates obliegen in diesen Fällen sämtliche Pflichten zur Repräsentation der Stadt Weißwasser, zudem die Vorbereitung der Ausschusssitzungen wie auch der Vorsitz in den Beratungen des Stadtrates.

Referatsleiter vertreten intern

Abgesehen von dieser Vertretung nach außen hin muss es auch eine interne Regelung für die Geschäfte und Betriebsabläufe im Rathaus selber geben. Erforderlich ist diese, wenn im Falle längerer Abwesenheit des OB dienstrechtliche Entscheidungen und Handlungsanweisungen innerhalb der Verwaltung zu treffen sind.

Nach Neubesetzung von gleich drei Referatsleiterstellen war die Vertretung innerhalb des Rathauses jetzt neu zu ordnen. Für die Entscheidungskette bestellte der Stadtrat in der Sitzung vor zwei Wochen die vier Referatsleiter: Dietmar Lissina (Hauptverwaltung), Swantje Schneider-Trunsch (Finanzen und Kultur), Dorit Baumeister (Bau und Stadtplanung) und Kai Petschick (Soziales und Ordnung). Die Reihenfolge werde er intern festlegen, erklärte Pötzsch in der Sitzung. Auf Bitte von Rudoba soll diese interne Entscheidung dann auch den Stadträten mitgeteilt werden. Der Beschluss des Rates wurde mit fünf Gegenstimmen gefasst.

Die Abstimmung über die Bestellung des internen Vertreters stand schon Anfang Oktober an, war jedoch vertagt worden.

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