Polizei warnt: Neue Betrugsmasche nutzt Corona-Angst aus


von Tageblatt-Redaktion

Polizei warnt: Neue Betrugsmasche nutzt Corona-Angst aus
Foto: Gernot Menzel

Region. Betrüger in der Region nutzen die aktuelle Corona-Situation für ihre Zwecke aus. Das berichtet die Polizei.

In einem Fall rief ein Unbekannter am Mittwochmittag einen Görlitzer an. Er gab sich als Doktor aus, welcher gerade den Sohn des Angerufenen nach Dresden fliegen ließ. Grund wäre eine Corona-Infektion und ein kritischer Zustand des Sohnes. Der vermeintliche Arzt berichtete weiter, dass der Erkrankte dringend ein russisches Präparat benötige. Dieses müsse jedoch mit 8.000 Euro selbst finanziert werden. Der Geschädigte reagierte richtig, gab an kein Geld zu haben und beendete das Gespräch.

Auch am Donnertag haben Telefonbetrüger in den Landkreisen Görlitz und Bautzen erneut versucht, unter anderem mit Corona-Schockanrufen an die Ersparnisse vorwiegend älterer Menschen zu kommen. In mindestens 19 Fällen baten sie beispielsweise um eine Geldspritze von bis zu 75.000 Euro. Mit weinerlicher Stimme meldete sich zunächst ein Neffe, ein Sohn oder Enkel. Diese gaben an, im Sauerstoffzelt zu sitzen und schwer an Corona erkrankt zu sein. Dann übergab der vermeintliche Angehörige das Telefon an einen Arzt bzw. Professor. Dieser bestätigte dann den kritischen Zustand des Patienten und fügte hinzu, dass dieser in den nächsten Tagen sterben werde. Nur ein selbst finanziertes Medikament könne nun den Erkrankten retten. Die Summen von 50.000 Euro bis 75.000 Euro sollten die Angerufenen nach Breslau bringen oder überweisen. Auch eine Ratenzahlung baten die Betrüger an.

Eine wieder neue Masche dabei: Die Anrufer gaukeln vor, der Angehörige habe eine neue Telefonnummer. Die Senioren wiegen sich in Sicherheit und rufen nichts ahnend die neue Nummer an. Am anderen Ende der Leitung sitzt erneut ein Betrüger.

Die Polizei warnt und stellt klar: Kliniken fordern niemals Zahlungen für Medikamente per Telefon. (red)

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