Linkspartei verliert Mitglieder


von Tageblatt-Redaktion

Linkspartei verliert Mitglieder

Görlitz. Keine Partei im Landkreis hat 2022 so viele Mitglieder verloren wie die Linken, die einen Rückgang um 71 Mitglieder melden. Das entspricht fast 14 Prozent aller Parteimitglieder. Das teilte Heike Krahl von der Linkspartei auf Nachfrage mit. Demnach hatte die Partei 2021 exakt 515 Mitglieder im Landkreis, 2022 waren es nur noch 444. Mitgliederstärkste Partei im Kreis bleibt die CDU mit 641 Mitgliedern 2022, die Linkspartei folgt auf Platz zwei. Männer (249) sind bei der Linken stärker vertreten als Frauen (195). Krahl führt den Rückgang auf drei Gründe zurück. 25 Genossen traten aus der Partei aus, 22 starben. Der Rest sind „innerparteiliche Wanderungsbewegungen“, erklärt sie. Gemeint ist offenbar, dass Genossen in andere Regionen verzogen sind. Auf der anderen Seite konnte sich die Linkspartei über sechs Neueintritte freuen.

Besonders schlecht fallen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr aus, in dem es 29 Neueintritte, aber nur 16 Austritte gab. Möglicher Hintergrund: 2021 fanden Bundestagswahlen statt. In Wahljahren erfahren Parteien oft mehr Zulauf. Zwar wurde 2022 ein neuer Landrat gewählt, aber dafür hatte die Linkspartei keinen Kandidaten aufgestellt. Die Zahl der Verstorbenen war mit 27 Genossen auch im Jahr 2021 hoch.

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