Kreis rechnet mit Ausbreitung der Schweinepest


von Tageblatt-Redaktion

Kreis rechnet mit Ausbreitung der Schweinepest
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Landkreis Görlitz. Schwieriger und komplexer zu bekämpfen als Corona – so fasst Vize-Amtstierarzt Udo Mann im Kreistag die Situation zur Afrikanischen Schweinepest zusammen. Die Krankheit breitet sich aus: „Über kurz oder lang wird das gefährdete Gebiet mit dem in Brandenburg zusammenwachsen.“ Bisher wurden im Kreis 292 Wildschweine auf die Schweinepest untersucht, 75 davon positiv.

105 Kilometer fester Zaun sind inzwischen gebaut, hinzu kommen etwa 40 an der Autobahn. Weiterer Zaunbau ist geplant, am Ende sollen es etwa 230 Kilometer sein. Ein mobiler Elektrozaun geht inzwischen bis in Richtung Zittau, 110 Kilometer lang. Knackpunkt ist die Zusammenarbeit mit Polen. „Polen hat seine Strategie, mit der Schweinepest umzugehen, wir haben unsere“, sagt Landrat Bernd Lange. Er hoffe, bis Mai ein gemeinsames Arbeitsteam auf die Beine stellen zu können.

Personell sei seine Mannschaft wegen des betriebenen Aufwandes an der Grenze, sagt Mann. Die geografische Lage im betroffenen Bereich sei schwierig, etwa mit der Heide- und Teichlandschaft, mit dem Truppenübungsplatz. „Deutschland sollte sich bei der Afrikanischen Schweinepest auf eine Welle gefasst machen. Wir werden sie an dieser Stelle nicht aufhalten können.“ Der Kreistag stimmte einem 1,5-Millionen-Euro-Paket zu, das der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest dient. (red)

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