Fernwärmenetze sind der Baustein der Wärmewende


von Tageblatt-Redaktion

Fernwärmenetze sind der Baustein der Wärmewende
Foto: SWW

Weißwasser. Fernwärme wird auch nach dem Kohleausstieg die optimalste Form der Wärmeversorgung sein. Mit nachhaltigen Erzeugungstechnologien bleibt sie wettbewerbsfähig und günstig. Das geht aus der gestern im E-Werk der Stadtwerke Weißwasser vorgestellten „Transformationsstudie zur Dekarbonisierung der Wärmebereitstellung in der Region Hoyerswerda, Weißwasser und Spremberg bis 2050“ hervor.

Diese zeigt auf, mit welchen Wärmequellen und Technologien Wärmewende und Strukturwandel zu gestalten sind. Voraussetzung sind die Verfügbarkeit stadtnaher Flächen für Erzeugung und Speicherung der Wärme sowie die Bereitstellung technischer, personeller und finanzieller Ressourcen. „Die vorhandenen und weiter ausbaubaren Fernwärmenetze sind eine Stärke der Region“, erklärte Prof. Dr. Mario Ragwitz, Institutsleiter der Fraunhofer Einrichtung für Energieinfrastrukturen.

In den nächsten 10 bis 15 Jahren werden 87 Hektar Flächen gebraucht, um Anlagen für die Wärmeerzeugung zu errichten. Dafür und für den Ausbau der Wärmenetze steht den drei Kommunen ein Investitionsbedarf von insgesamt 183 Millionen Euro ins Haus. „Eine gewaltige Hausnummer“, wie es Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH) und Sprecher des Konsortiums „Wärmewende Lausitz“, bezeichnete. Dennoch ist er sich sicher, dass die drei Städte zusammen die Wärmewende schaffen.

Hoyerswerda, Weißwasser und Spremberg hatten 2021 die Studie in Auftrag gegeben. Mit den gestern vorgelegten Ergebnissen sind sie den meisten anderen Kommunen nun einen großen Schritt voraus: Mit der Studie sind die Vorgaben für die kommunale Wärmeplanung bis 2028 „bereits heute weitgehend erfüllt“, hieß es.

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