Bislang drei Kandidaten für Weißwassers OB-Amt


von Tageblatt-Redaktion

Bislang drei Kandidaten für Weißwassers OB-Amt
Archivbild: André Schulze

Weißwasser. Heute in einer Woche ist der erste Countdown für die Oberbürgermeisterwahl am 1. September in der Großen Kreisstadt Weißwasser abgelaufen. Bis spätestens 27. Juni um 18 Uhr müssen Parteien und Wählergruppen ihren Wahlvorschlag beim Gemeindewahlausschuss eingereicht haben. Zum gleichen Zeitpunkt endet zudem die Bewerbungsfrist für unabhängige Kandidaten. Diese brauchen allerdings jeweils mindestens 80 Unterstützungsunterschriften. Dafür müssen Bürgerinnen und Bürger ins Rathaus gehen. Die letzte Möglichkeit dafür besteht ebenfalls am kommenden Donnerstag.

Als erste – und bisher auch einzige Partei – hatte die AfD ihren Kandidaten benannt. Noch vor der eigentlichen Nominierungsveranstaltung war bei einem der AfD-Treffen auf dem Marktplatz in Weißwasser Mitte Mai der Name von David Kreiselmeier (38) gefallen. Der studierte Musiker und Musiklehrer war erst vor anderthalb Jahren mit seiner Familie in die Oberlausitz gezogen, saß beim Neujahrstalk in Rietschen als einer der Gesprächspartner in der Sofarunde. Dass er als Mitglied der AfD OB in Weißwasser werden möchte, hätte da wohl niemand vermutet. Im Mai wurde es offiziell bekannt gemacht.

Inzwischen haben sich noch zwei weitere Kandidaten aus der Deckung getraut: Katja Dietrich (43) machte am 29. Mai ihre Absicht zur Kandidatur öffentlich. Sie ist zwar Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Weißwasser und Umgebung, geht aber als unabhängige Kandidatin in das Rennen um den Chefsitz im Rathaus. Die studierte Wirtschaftsgeografin lebt seit anderthalb Jahren in der Stadt. Ebenfalls als unabhängiger Kandidat möchte es Ralf Lange (54) wissen. Zu Beginn dieser Woche war er mit dieser „kurzfristigen, aber wohlüberlegten Entscheidung“ an die Öffentlichkeit gegangen. Der selbstständige Online-Händler kann als großes Plus für sich verbuchen, dass er schon lange in Weißwasser lebt.

Die beiden unabhängigen Kandidaten benötigen jeweils mindestens 80 Frauen und Männer, die sich mit ihrer Unterschrift im Bürgerbüro des Rathauses als Unterstützer bekennen und so dazu beitragen, dass er oder sie überhaupt zur Wahl zugelassen werden. Auch diese Unterschriften müssen bis spätestens 27. Juni um 18 Uhr geleistet sein. Danach geht nichts mehr.

Je näher der Donnerstag rückt, umso spannender wird, ob außer diesen Dreien noch jemand seinen Hut in den Ring wirft. Amtsinhaber Torsten Pötzsch (Klartext) wird definitiv nicht kandidieren.

Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag wurde veröffentlicht, bevor die Wählervereinigung Klartext die Kandidatur von Swantje Schneider-Trunsch für ihre Liste am Nachtmittag des 21. Juni 2024 bekanntgab.

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