Bürger zahlen deutlich mehr beim Einkauf


von Tageblatt-Redaktion

Bürger zahlen deutlich mehr beim Einkauf
Foto: Michael Schwarzenberger/Pixabay

Landkreis. Wegen rasant steigender Preise gehen den Haushalten im Landkreis Görlitz in diesem Jahr rund 111,7 Millionen Euro an Kaufkraft verloren. Das hat die Gewerkschaft NGG, Nahrung-Genuss-Gaststätten, errechnet. Voraussetzung für diese Prognose: Die bisherige Teuerungsrate zieht nicht noch weiter an. Allein bei Lebensmitteln müssen die Verbraucher nach Gewerkschaftsangaben mit Mehrausgaben von 54,4 Millionen Euro rechnen. Die NGG beruft sich hierbei auf eine regionale Kaufkraftanalyse des Pestel-Instituts aus Hannover. In den 46.300 Haushalten, in denen im Kreis Görlitz Alleinerziehende und Singles mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 2.000 Euro leben, belaufen sich die hochgerechneten Kaufkraftverluste – vom Heizen bis zum Einkauf im Supermarkt – bis Jahresende auf 26,9 Millionen Euro.

Laut Pestel-Institut sind die gestiegenen Lebensmittelpreise ein besonderer Inflationstreiber: Der durchschnittliche Haushalt im Kreis Görlitz hat in der ersten Jahreshälfte allein bei Nahrungsmitteln eine Zusatzbelastung von 37 Euro im Monat zu tragen. Aufs Jahr gerechnet sind das mehr als 400 Euro. Die Mehrausgaben für Energie belaufen sich auf monatlich 31 Euro, Mobilität verteuerte sich um acht Euro.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Es werden nur jene Kommentare veröffentlicht, die unter Angabe des vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse (für Rückfragen) abgegeben wurden.

Was ist die Summe aus 2 und 4?