Auch in Polen hat der Kohlestrom Probleme


von Tageblatt-Redaktion

Auch in Polen hat der Kohlestrom Probleme
Symbolbild.

Polen/Weißwasser. Der modernste Energieerzeuger auf Braunkohlenbasis in Polen, der neue Block im Kraftwerk Turow, ist zum sechsten Mal vom Netz genommen worden. Allerdings nicht wie in Deutschland und der Lausitz wegen politischen Entscheidungen. Als Grund nennt der polnische Öko-Verein Eko-Unia „eine erneute Reparatur“. Der von Mitsubishi-Power Europe und der polnischen Firma Budimex errichtete Kohleverstromer steht demnach bereits seit dem 16. Juli wieder still. Der Betreiber äußerte sich bislang nicht. Wegen der dauernden Pannen verlangt Kraftwerksbetreiber PGE GiEK von dem Konsortium seit 14. Mai eine Entschädigung in Höhe von 550 Millionen Złoty (rund 117.2 Millionen Euro). Als Grund nennt das Unternehmen die „drastische Nichterfüllung der vereinbarten Verfügbarkeit des Blocks im ersten Jahr der Garantiezeit.“ Die Firmen weisen die Vorwürfe aber zurück.

Der rund eine Milliarde Euro teure Block ging im September 2020 mit anderthalbjähriger Verspätung in den Probebetrieb und im Dezember ans Netz. Seit dem wird der Betrieb von einer Pannenserie mit Generalüberholungen, Konservierungsmaßnahmen und Schadensfällen wie dem Herausreißen einer Gehäusewand begleitet. Deshalb kam es zu geplanten und ungeplanten Abschaltungen des neuen Blocks in Turow. „Jedoch drohte uns in keinem Falle ein totaler Blackout“, sagte der stellvertretende Vizepremier der Republik Polen und Minister für Staatsvermögen, Jacek Sasin. (red)

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